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sun4all Reiseführer: Ägypten


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Gesundheit


GesundheitDie oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern. *Diese Feiertage sind nicht offiziell, obgleich Koptische Christen diese befolgen dürfen.
GesundheitsvorsorgeKrankenhäuser und Apotheken stehen Besuchern vor allem in den Großstädten und Urlaubsgebieten zur Verfügung. Die medizinische Versorgung auch außerhalb Kairos hat sich in den letzten Jahren zwar deutlich verbessert. Dennoch entspricht sie auch in den Touristenzentren nicht immer westeuropäischem Standard. Daher wird nachdrücklich der Abschluß einer Auslands-Reisekrankenversicherung empfohlen, die auch einen im Notfall medizinisch notwendigen (Flug-)Rücktransport abdecken sollte.
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und aus Infektionsgebieten kommen.
[2]Plasmodium vivax und die gefährlichere Form Plasmodium falciparum können von Juni bis Oktober in der Region um Al Faiyoum (Nil-Oase) auftreten. In Alexandria und Kairo besteht kein Malaria-Risiko.
[3]Leitungswasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber; Magen - und Darmproblemen sind das häufigste Übel. Daher sollte man sich einen Vorrat an entsprechenden Medikamenten mitnehmen. Als Trinkwasser und zum Zähneputzen sollte man nur Mineralwasser verwenden. Für die ersten Wochen des Aufenthalts empfiehlt es sich, abgefülltes Wasser zu trinken, welches überall erhältlich ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Dosenmilch oder Milchpulver nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte müssen aus abgekochter Milch hergestellt sein. Außerhalb der Städte sollte Trinkwasser vorsichtshalber abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Fisch- und Fleischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Bilharziose-Erreger kommen im Süßwasser vor (vor allem im Nildelta, Niltal und im Suezkanal-Gebiet), das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Derzeit besteht landesweit ein erhöhtes Infektionsrisiko für Hepatitis A und Hepatitis B. Vorsichtsmaßnahmen gegen Hepatitis und Diphterie sind ratsam.
Derzeit besteht ein erhöhtes Risiko für Meningokokken-Meningitis. Alljährlich werden während der Trockenzeit bzw. der Harmattan Saison, die von Oktober bis Mai anhält vermehrt Meningokokken-Meningitis Erkrankungen registriert.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Für eine Arbeitserlaubnis ist ein negativer HIV-Test erforderlich. Auf die Beglaubigung kann verzichtet werden, wenn die Tätigkeit im Lande nicht länger als 30 Tage dauert. Ein HIV-Test ist nach Ausstellung ein Jahr gültig.
Eine weitere Gefahr ist das Trachom, eine Augenkrankheit, die zur Blindheit führen kann. Man sollten daher keinen Einheimischen den Fotoapparat oder das Fernglas geben.




 
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