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sun4all Reiseführer: Kamerun


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Gesundheit


GesundheitDie angegebenen Daten für islamische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Djoulde Soumae (Ende des Ramadan) vorangeht, essen Muslime nicht tagsüber, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Diese Unterbrechungen können auch während des Djoulde Soumae (Ende des Ramadan) auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha (Opferfest), hat keine festgelegte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
GesundheitsvorsorgeDie medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderem medizinischen Verbrauchsmaterial. Kamerunreisende sollten daher eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen. In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente aus französischer Produktion führen. Außerhalb der Geschäftszeiten (07.30-12.30 Uhr und 14.30-18.00 Uhr) steht bei jeder Apotheke ein Hinweis auf die Apotheke im Nachtdienst. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden im Alter von über einem Jahr verlangt. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in Kamerun den Transitraum nicht verlassen. Ein Gelbfieberimpfschutz wird generell empfohlen.
[2]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztliche Hilfe einzuholen. Landesweit und insbesondere im Norden des Landes, im Grenzgebiet zum Tschad, besteht ein erhöhtes Cholera-Erkrankungsrisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft.
[3]Malariarisiko ganzjährig landesweit. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark gegen Chloroquin und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein.
[4]Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Dosenmilch und Milchpulver nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind ungefährlich.

Hepatitis A und E sind weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen, insbesondere während der Trockenzeit in den Savannengebieten.
Bei einem Aufenthalt von mehr als 6 Monaten ist die Vorlage eines Certificat Médical erforderlich, daß der Reisende frei von ansteckenden Krankheiten ist. Ein HIV-Test wird zur Zeit nicht verlangt.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen




 
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