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sun4all Reiseführer: Kongo (Demokratische Republik)


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Gesundheit


Gesundheit1. Jan. 2005 Neujahr. 4. Jan. Gedenktag der Märtyrer für Unabhängigkeit. 17. Jan. Tag der Volkshelden. 1. Mai Tag der Arbeit. 17. Mai Befreiungstag. 30. Juni Unabhängigkeitstag. 17. Nov. Tag der Streitkräfte. 24. Nov. Jahrestag des neuen Regimes. 25. Dez. Weihnachten.
GesundheitsvorsorgeDie medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen, sie ist vielfach technisch und apparativ problematisch, die hygienischen Standards sind grundsätzlich unzureichend, im Landesinneren katastrophal. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. In der Hauptstadt Kinshasa sind die meisten Medikamente erhältlich, aber sehr teuer - vorübergehende Engpässe können nie ausgeschlossen werden. Einigermaßen europäischem Standard entspricht das Centre Médical de Kinshasa (CMK), Avenue de Wagenia 168, B.P. 95 86 Kinshasa, Tel: (00243) (012) 208 75, 208 76. Alle Behandlungen, auch Notfälle, sind grundsätzlich im voraus bar zu bezahlen. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung mit Rückholmöglichkeit ist daher dringend zu empfehlen.
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind. Die Demokratische Republik Kongo liegt in der Gelbfieber-Endemiezone, eine Schutzimpfung wird dringend empfohlen.
[2]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung. Das Risiko einer Infektion ist jedoch hoch, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]Malariaschutz ganzjährig landesweit erforderlich. Die vorherrschende gefährliche Form Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent sein.
[4]Wasser ist nicht keimfrei und sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.


Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Dengue-Fieber tritt landesweit auf.
Hepatitis A und E sind weitverbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch.
Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor.
Der Kongo gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Durchseuchung. Für eine Arbeitserlaubnis (Arbeitsvisum) ist die Vorlage eines Certificat Médical erforderlich. Ein HIV-Test ist derzeit nicht erforderlich.
Sporadisch treten Pest-Fälle vor allem in der Ituri-Region, im Nordosten der Provinz Orientale auf.
Die Schlafkrankeit kommt vor.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Zeckenbißfieber kommt landesweit vor. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.




 
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