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sun4all Reiseführer: Libyen


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrAn heißen Sommertagen kann man durchaus kurzärmelig zur geschäftlichen Verabredung erscheinen. Anzug und Krawatte bzw. Kostüm sind größeren Anlässen vorbehalten. Englisch wird in der Regel verstanden, übliche Geschäftssprache ist jedoch Arabisch, und Geschäftsleute sollten sich darauf einstellen, daß alle offiziellen Dokumente in arabischer Sprache verfaßt sind. Termine müssen im voraus vereinbart werden. Visitenkarten werden nicht überall benutzt. Geschäftszeiten: I. allg. Sa-Mi 07.00-14.00 Uhr.
KontaktadressenArabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V.
Garnisonskirchplatz 1, D-10178 Berlin
Tel: (030) 278 90 70. Fax: (030) 27 89 07 49.
E-Mail: ghorfa@ghorfa.de
Internet: www.ghorfa.com

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59.
E-Mail: headoffice@aacc.at
Internet: www.aacc.at

Tripoli Chamber of Commerce, Industry and Agriculture (Industrie- und Handelskammer)
Sharia al-Fatah September, PO Box 2321, Tripolis
Tel: (021) 333 37 55. Fax: (021) 333 26 55.
WirtschaftDie Erdölförderung ist der bedeutendste Wirtschaftszweig des Landes, der Ölexport macht etwa 95% des gesamten libyschen Exports. Die vollen Staatskassen ermöglichten es Präsident Gaddafi, die Infrastruktur des Landes zu verbessern und die hohen Militärausgaben zu finanzieren. Der schwankende Weltmarktpreis für Erdöl stellt die libyschen Wirtschaftsplaner allerdings vor große Probleme. Libyen hat erhebliche Auslandsschulden, deren Begleichung die Finanzen des Landes stark belastet. In der einst florierenden Binnenwirtschaft gibt es seit einiger Zeit Anzeichen einer Krise, da das infolge von Streitigkeiten mit den USA und Europa verhängte UN-Embargo nun Wirkung zeigt.
Die Landwirtschaft konzentriert sich fast ausschließlich auf die Deckung des heimischen Bedarfs. Viehzucht spielt eine wichtige Rolle, in den fruchtbareren Teilen des Landes werden aber auch Gerste und Weizen angebaut. Die Regierung ist bemüht, die Wirtschaft mit allen Mitteln anzukurbeln, so daß Privatbesitz und ausländische Investitionen nun in begrenztem Umfang erlaubt sind. Darüber hinaus soll es Pläne zur Privatisierung von Staatsbetrieben geben. Italien und Deutschland sind Libyens wichtigste Handelspartner.




 
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