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sun4all Reiseführer: Niger


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrLeichtes Sakko und Krawatte bzw. Sommerkleid/leichtes Kostüm genügen. Französischkenntnisse sind unbedingt erforderlich, da kaum Dolmetscher- und Übersetzerdienste zur Verfügung stehen. Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.30-12.30 und 15.00-18.00 Uhr, Sa 07.30-12.30 Uhr.
KontaktadresseChambre de Commerce, d’Agriculture, d’Industrie et d’Artisanat du Niger (Industrie- und Handelskammer), Place de la Concertation, BP 209, NE-Niamey. Tel: 73 22 10. Fax: 73 46 68.
WirtschaftNiger ist eines der ärmsten Länder der Welt. 86% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, obwohl der Anteil der Nutz- an der Gesamtfläche nur 5% beträgt. Dürrekatastrophen, fortschreitende Wüstenbildung und Schädlingsbefall machen dem Land zu schaffen. Nur 10% der Agrarprodukte, vor allem Erdnüsse und Baumwolle, sind für den Export bestimmt. Der Nahrungsmittelbedarf der Bevölkerung muß z. T. durch Importe und Entwicklungshilfe gedeckt werden. Die wichtigste Einnahmequelle ist der Uranexport; angesichts des Überangebots bei kaum steigendem Bedarf liegt der Weltmarktpreis jedoch gegenwärtig weit unter dem der 70er Jahre. Frankreich und Japan nehmen Uran zu subventionierten Preisen ab. Gips, Kohle und Zinn werden auch abgebaut, außerdem gibt es erwiesene Ablagerungen von Mineralen, darunter Kupfer, Mangan, Lithium, Blei und Wolfram, die noch ausgeschöpft werden müssen. Ölvorkommen werden ebenfalls gemeldet. Nigers Industrie ist sehr begrenzt, hauptsächlich werden Nahrungsmittel, Getränke, Textilien und Zement hergestellt. Die Beziehungen mit internationalen Finanzorganisationen, vor allem dem IMF, sind sehr angespannt, Streitigkeiten über Rückzahlungen und Wirtschaftsreform wurden durch den Putsch von 1999 noch verschärft. Im Jahr 2000 erklärte sich die Weltbank bereit, im Gegenzug für Wirtschaftsreformen ein kleines Unterstützungspaket bereitzustellen. Die Mitgliedschaft in der CFA Franc Zone garantiert eine gewisse Währungsstabilität. Niger ist Mitglied der Westafrikanischen Handelsgemeinschaft ECOWAS sowie verschiedener anderer regionaler Körperschaften, die sich mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit befassen. Haupthandelspartner sind Frankreich (30% der Importe, 76% der Exporte), Nigeria (28% der Importe, 11% der Exporte), Côte d'Ivoire, Japan und Deutschland.




 
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