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sun4all Reiseführer: Kasachstan


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Gesundheit


Gesundheit1. Jan. 2005 Neujahr. 8. März Internationaler Frauentag. 21. März Nauriz Meyrami (Frühlingsfeiertag). 1. Mai Solidaritätstag. 9. Mai Tag des Sieges. 30. Aug. Tag der Verfassung. 25. Okt. Tag der Republik. 16. Dez. Unabhängigkeitstag.
GesundheitsvorsorgeDie ärztliche und zahnärztliche Versorgung in Kasachstan entspricht nicht europäischen Verhältnissen. Leichte Erkrankungen können in Kasachstan behandelt werden. Eine kasachische Gesundheits- und Versicherungsgesellschaft (Interteach, Tel: 62 99 60, 63 97 95) mit rund um die Uhr einsetzbaren einheimischen Ärzten, eine internationale Privatklinik (SOS, sehr teuer ohne Mitgliedschaft!) sowie eine verhältnismäßig an westlichem Stand orientierte Zahnarztpraxis in der Innenstadt Almatys ermöglichen die Behandlung unkomplizierter Krankheiten. Die Zentrale Klinik des medizinischen Zentrums der Verwaltung des Präsidenten der Republik Kasachstan in Almaty (VIP-Krankenhaus, Adresse: Panfilow-Str. 139, 480091 Almaty, Tel: 63 44 93, 63 36 74) entspricht annähernd westlichem Standard. Die unmittelbare Behandlung sowohl in der Zentralen Klinik, der Privatklinik SOS als auch bei Interteach erfordert grundsätzlich die Mitgliedschaft in einer dieser Organisationen. Dabei muß in der Regel ein Jahresvertrag mit relativ hohen Gebühren (z.B. Zentrale Klinik derzeit 70.000,- KZT p.A., SOS ca. 1.000 USD) abgeschlossen werden. Als Mitglied können sodann Behandlungskosten nach Behandlung erstattet werden. Im Notfall werden auch Nichtmitglieder behandelt, allerdings zu sehr hohen Kosten, die in der Regel im voraus zu erstatten sind. Bei längeren Aufenthalten in Kasachstan sollte die Mitgliedschaft in einer der oben genannten Organisationen geprüft werden. In allen Stadtbezirken Almatys und in den größeren Städten Kasachstans existieren Polikliniken. In der Regel muß hier im voraus in bar (US$ werden in der Regel akzeptiert) bezahlt werden. Die Ausstattung der Apotheken in Kasachstan entspricht nicht europäischem Standard, jedoch sind in der Regel ausreichend Medikamente zur Behandlung unkomplizierter Krankheiten vorhanden. Insulin sowie Impfstoffe sind in der Regel Mangelware und sollten bei Bedarf mitgeführt werden. In Almaty befindet sich eine so genannte Zentralapotheke (Adresse: Furmanow-Str. Ecke Gogol-Str.), kleinere Apotheken sind mittlerweile in allen Stadtteilen zu finden. Vorsicht ist geboten beim Kauf von Medikamenten auf den örtlichen Märkten, da es sich bei diesen häufig um für den Laien schwer erkennbare Fälschungen handelt. Der Abschluß einer Flugrettungsversicherung und einer Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen.
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in Infektionsgebieten einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Kasachstan.
[2]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelzubereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist pasteurisiert und der Konsum von Milchprodukten ist unbedenklich. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Im Sommer besteht aufgrund der höheren Temperaturen und der mit mehr Öl und tierischen Fetten als in Deutschland zubereiteten Speisen ein erhöhtes Risiko von Durchfallerkrankungen. Die Gefahr von Lebensmittelvergiftungen besteht vor allem im Sommer wegen Mangel an fachgerechter, klimatisierter Lebensmittellagerung. Auch Wurmerkrankungen und der Befall von Parasiten in Gestalt von Fuchsbandwurm (Echinococcus) durch Übertragung von Wurmeiern in Nahrungsmitteln, Waldbeeren, Streicheln von Tieren stellen häufige Krankheiten für Reisende dar.

Borreliose
tritt landesweit auf
Hepatitis A und E kommen vor, Hepatitis B ist endemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B.
Für Aufenthalte länger als 10 Tage ist ein negativer HIV-Test erforderlich, der bei der Einreise nicht älter als 6 Monate sein darf. Ausgenommen sind Staatsangehörige der GUS-Länder.
Die Pest tritt landesweit auf.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Zecken sind während der wärmeren Jahreszeit (März/April bis Oktober/November) besonders in nördlichen und westlichen Landesteilen aktiv. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten (westlich von Budapest, um Miskolc und an der Nordgrenze, evtl. auch vereinzelt in anderen Landesteilen) ist eine Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Genaue Informationen über Zecken, Risiken und vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel auch im Internet zu finden (Internet: www.medizinfo.com/waldundwiese/zecken/start.htm). Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.




 
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