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sun4all Reiseführer: Turkmenistan


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Wirtschaftsprofil


GeschätsverkehrGeschätszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.
KontaktadressenBundesverband der Deutschen Industrie, Ost-Ausschuß der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29, D-10178 Berlin. Tel: (030) 20 28 14 52, 20 28 15 51. Fax: (030) 20 28 24 52, 20 28 25 51. (E-Mail: ost-ausschuss@bdi-online.de; Internet: www.ostausschuss.de)
Wirtschaftskammer Österreich, Außenwirtschaftsorganisation, Osteuropareferat, Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien. Tel: (01) 501 05 43 22. Fax: (01) 50 10 52 55. (E-Mail: awo.gus@wko.at; Internet: www.wko.at)
Interessengemeinschaft für die GUS (IG-GUS), c/o SOFI, Stauffacherstraße 45, CH – 8026 Zürich. Tel: (01) 249 30 50. Fax: (01) 249 31 33. (E-Mail: info@ig-gus.ch; Internet: www.ig-gus.ch)
Industrie- und Handelskammer, Ul. B Karryev 17, Aschchabad 744000. Tel: (012) 35 64 03, 35 55 94. Fax: (012) 35 13 52, 35 53 81. (E-Mail: expo@online.tm)
WirtschaftTurkmenistan ist ein potentiell reiches Land. Es verfügt über die viertgrößten Erdgasreserven der Welt sowie über umfangreiche Vorkommen an Erdöl. Aufgrunddessen ist die Wirtschaft stark auf die Erdgas- und Ölförderung ausgerichtet. Darüber hinaus spielt der Anbau von Baumwolle noch immer eine entscheidende Rolle. Durch diese eher einseitige Ausrichtung des Wirtschaftsgeschehens ist Turkmenistan sehr stark export- und devisenabhängig. Das Land verfügt ferner über kleinere Vorkommen an Schwefel, Salz, Salpeter, Kohle und Eisenbromid. Turkmenistan besteht hauptsächlich aus Wüste, und landwirtschaftlicher Anbau ist auf nur 2% der Fläche möglich. Dessen ungeachtet beschäftigt der Agrarsektor noch immer den größten Teil der Erwerbstätigen. Zur Bewässerung der bewirtschaftbaren Felder dient der Kara-Kum-Kanal, der vom Amu-Darja gespeist wird. Die wichtigsten Agrarerzeugnisse sind – neben Baumwolle – Weizen, Obst, Gemüse und Mais. Außerdem werden Seide und Wolle produziert. Bedeutung haben aber auch die Textil-, Nahrungsmittel- und petrochemische Industrie. Zu den wichtigsten Importgütern gehören Konsumgüter (Lebensmittel, Medikamente, Sonstiges) sowie Industriegüter, insbesondere Chemieprodukte, Baumaterial, Maschinen und Ausrüstungsgüter. Die starke Konzentration der Rohstofflieferungen (Erdgas, Erdöl und Baumwolle) auf die ehemalige Sowjetunion führte dazu, daß die turkmenische Wirtschaft nach dem Zerfall der UdSSR einen immensen Einbruch erlitt. Zwischen 1991 und 1998 fiel das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um mehr als 50%. Als Konsequenz der hohen Zahlungsrückstände der GUS-Staaten stellte Turkmenistan Ende März 1997 sämtliche Gaslieferungen in diese Länder ein; die Gesamtexporterlöse in diesem Bereich gingen um 60% zurück. Die Gasausfuhren an die Russische Föderation, die Ukraine und Armenien wurden zwischenzeitlich wieder fortgeführt. Gegenwärtig werden Bemühungen unternommen, die bisherige Abhängigkeit von den GUS-Pipelineverbindungen zu vermindern und somit die Exportmöglichkeiten auszuweiten. Erreicht werden soll dies durch den Bau mehrerer die Russische Föderation umgehender Pipelines; erfolgreich fertiggestellt wurde bereits eine Pipeline zum Iran. Die derzeitige turkmenische Regierung strebt im Zeitraum von 2000-2010 marktwirtschaftliche Reformen an. Der Einfluß des Staates auf das Wirtschaftsgeschehen wurde bereits durch Privatisierungen im Dienstleistungs- und Handelssektor eingedämmt, generell soll die Liberalisierung jedoch behutsam erfolgen. Aufgrund des insgesamt ungünstigen Umfeldes sind nur wenige ausländische Investoren bereit, am turkmenischen Wirtschaftsleben teilzunehmen. Turkmenistan ist seit 1992 Mitglied der Zentralasiatischen Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO) und trat auch dem Zentralasiatisch-Türkischen Gipfel (OATCT) bei, dem die Türkei und alle zentralasiatischen Mitglieder der GUS angehören.




 
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