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Geschäftsverkehr
Korrekte Kleidung wird erwartet. Vorherige Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich. Französischkenntnisse sind von Vorteil, es gilt als unhöflich, ein Gespräch auf Französisch anzufangen und dann in der Muttersprache weiterzuführen. Bei geschäftlichen Treffen geht es meistens formell zu. Entscheidungen über Geschäftsabschlüsse werden nach langen und sorgfältigen Überlegungen getroffen, genaues Datenmaterial sollte vorgelegt werden. Geschäftsessen finden in der Regel in Restaurants statt. Mitte Juli bis Mitte September sind für Geschäftsreisen nicht geeignet.
Geschäftszeiten:
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr.
Konferenzen/Tagungen
In Paris werden weltweit die meisten Konferenzen abgehalten, und mit einer Kapazität von bis zu 100.000 Teilnehmern stehen mehr Plätze zur Verfügung als in irgendeiner anderen Stadt. An der Riviera sind Nizza und Cannes besonders beliebt, das Akropolis-Zentrum in Nizza ist das größte Kongresszentrum Europas. Weitere Zentren gibt es in Lyon, Straßburg und Marseilles. Über 80 Städte, Departements, Hotels, Konferenzzentren und andere Organisationen sind Mitglieder des Interessenverbandes
CFTAR
, der Geschäftsreisen ausrichtet und Tagungsstätten zur Verfügung stellt. Anfragen sollten an eine der
Maisons de la France
(s.
Adressen
) gerichtet werden.
Kontaktadressen
Französisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer
18, rue Balard, F-75015 Paris
Tel: (01) 40 58 35 35. Fax: (01) 45 75 47 39.
Internet:
www.deutschfranzoesisch.com
Französisch-Österreichische Handelskammer
Am Heumarkt 10, A-1030 Wien
Tel: (01) 71 14 73 80. Fax: (01) 713 39 81.
E-Mail:
ccfa@ccfa.at
Internet:
www.ccfa.at
Chambre France-Suisse pour le Commerce et l’Industrie
5, route de Chêne, Postfach 6298, CH-1211 Genf 6
Tel: (022) 849 05 70. Fax: (022) 735 01 33.
Internet:
www.cfsci.ch
Chambre de Commerce et d’Industrie de Paris
2, place de la Bourse, F-75002 Paris
Tel: (01) 53 40 46 00. Fax: (01) 53 40 46 08.
E-Mail:
infosdec@ccip.fr
Internet:
www.ccip.fr
Assemblée des chambres Francaises de Commerce et d'Industrie
45 Avenue d'Iéna, F-75773 Paris, Cedex 16
Tel: (01) 40 69 37 00. Fax: (01) 47 20 61 28.
Internet:
www.acfci.cci.fr
Wirtschaft
Die Wachstumsdynamik der Industrie-, Handels- und Agrarnation Frankreich war 2004 im ganzen Euroraum am stärksten. Ein wachsender Dienstleistungssektor sowie Leicht- und Schwerindustrie und Spitzentechnologie spielen für die Gesamtwirtschaft eine wichtige Rolle. 2004 betrug der Anteil des Dienstleistungssektors am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 72,9%, der verarbeitenden Industrie 24,4% und der Landwirtschaft 2,7%.
Frankreich ist die führende Agrarnation Westeuropas. Es wird vornehmlich Weizen angebaut, aber auch Mais, Zuckerrüben und Gerste. Die reichen Erträge decken den Inlandsbedarf und ermöglichen den Export landwirtschaftlicher Produkte. Die Viehzucht gewinnt immer mehr an Bedeutung. Frankreich ist nach Italien der zweitgrößte Weinproduzent der Welt. Trotz mancher Kritik seitens einiger EU-Partnerländer, u. a. Großbritanniens, an der vermeintlich zu geringen Produktivität der Landwirtschaft verzeichnet dieser Sektor regelmäßig hohe Gewinne, und die Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte ist relativ hoch.
Die französischen Konzerne der Stahl- und Automobilindustrie, des Flugzeugbaus, der Elektro- und Maschinenbauindustrie, der Textil- und Nahrungsmittelindustrie sowie der chemischen Industrie haben weiter internationale Geltung. 80% des Energiebedarfs werden von Kernkraftwerken gedeckt, der Kohlebergbau ist fast vollständig verschwunden. Frankreich ist führend auf dem Gebiet der Fernmeldetechnik und Datenverarbeitung. Die Tourismusindustrie ist der wichtigste Arbeitgeber und bringt die meisten Devisen.
Hauptziele der Wirtschaftspolitik in den letzten Jahren waren die Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit, vor allem unter Jugendlichen, und die Privatisierung von staatlichen Unternehmen. 2003 wuchs das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,5%. So niedrig lag die Wachstumsrate seit 1993 nicht mehr. 2004 kam es aber wieder zu einer leichten konjunkturellen Belebung in Frankreich. Nach einer langen Phase des kontinuierlichen Rückgangs der Arbeitslosigkeit von 12,6% im Juni 1997 auf 8,7% im Mai 2001, kämpfte die Regierung von Premierminister Jean-Pierre Raffarin mit einer deutlichen Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt. Bis 2003 stieg die Arbeitslosenquote dennoch auf 9,7%. 2004 lag sie ebenfalls knapp unter der 10%-Marke. Vier Prioritäten bestimmen den Haushaltsplan 2005: das Defizit reduzieren, Wachstum und Beschäftigung fördern, im Sinne von mehr sozialer Gerechtigkeit handeln und die hoheitlichen Aufgaben finanzieren. Frankreichs Haupthandelspartner innerhalb der EU sind Deutschland, Italien, Großbritannien, Belgien, Spanien und außerhalb der EU vor allem die USA.
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