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sun4all Reiseführer: Niederlande


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrTerminvereinbarungen sind unerläßlich und Visitenkarten üblich. Von Geschäftsleuten wird gepflegte Kleidung erwartet. In Geschäftskreisen wird viel Englisch gesprochen. Die besten Monate für Geschäftsreisen sind März - Mai und September - November. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-17.00 Uhr.
Konferenzen/TagungenDie größten Konferenz- und Messezentren sind das RAI in Amsterdam und das Jaarbeurs in Utrecht. Kleinere Zentren befinden sich in Den Haag, Rotterdam und Maastricht. Tagungsräume gibt es in zahlreichen Hotels. Das viertgrößte Konferenzzentrum befindet sich in Noordwijk, wo das größte Hotel einen Hubschrauberlandeplatz hat. In Amsterdam und Den Haag gibt es Geschäftszentren. Weitere Informationen vom Nederlandse Convention Bureau, Amsteldijk 166, NL-1079 LH Amsterdam. (Tel: (020) 646 25 80. Fax: (020) 644 59 35. E-Mail: info@nlcongress.nl; Internet: www.nlcongress.nl).
KontaktadressenDeutsch-Niederländische Handelskammer
Hohenzollernstraße 11, D-40211 Düsseldorf
Tel: (0211) 498 72 01. Fax: (0211) 498 72 22.
E-Mail: duesseldorf@dnhk.org
Internet: www.dnhk.org

Niederländische Handelskammer für Österreich
Postfach 160, A-1041 Wien
Tel: (01) 50 55 70 80. Fax: (01) 505 57 00.
E-Mail: itpsaustria@compuserve.com
Internet: www.nlchamber.at

Nederlands-Duitse Kamer van Koophandel (Niederländisch-Deutsche Handelskammer)
Nassauplein 30, NL-2585 EC Den Haag
Postanschrift: Postbus 80 533, NL-2508 GM Den Haag
Tel: (070) 311 41 14. Fax: (070) 363 22 18.
E-Mail: info@dnhk.org
Internet: www.dnhk.org

The Hague Chamber of Commerce and Industry
Konigskade 30, NL-2502 LS Den Haag
Tel: (070) 328 71 00. Fax: (070) 326 20 10.
E-Mail: info@denhaag.kvk.nl
Internet: www.denhaag.kvk.nl

Amsterdam Chamber of Commerce and Industry
De Ruyterkade 5, NL-1000 CW Amsterdam
Tel: (020) 531 40 00. Fax: (20) 531 47 99.
E-Mail: post@amsterdam.kvk.nl
Internet: www.amsterdam.kvk.nl
WirtschaftDie Niederlande sind eine Dienstleistungsgesellschaft. Der tertiäre Sektor, insbesondere Transportwesen und finanzielle Dienstleistungen, trägt zu rund zwei Dritteln des Bruttosozialprodukts und der Beschäftigtenzahl bei. Die "klassischen" Bereiche der niederländischen Wirtschaft sind jedoch weiterhin von Bedeutung: Hauptexportgüter sind Fertigwaren und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Niederlande sind mit ihrem hochtechnologisierten und stark konzentrierten Agrarsektor der weltweit drittgrößte Agrarexporteur, obwohl der Anteil am Bruttoinlandsprodukt und an der Beschäftigtenzahl mit unter 4% eher gering ausfällt. Milchprodukte (vor allem Käse), Fleisch, Gemüse und Blumen sind die Hauptausfuhrgüter. Hochentwickelt ist auch die Industrie, besondere Bedeutung haben Schwer- und Stahlindustrie, Petrochemie und Plastikherstellung, Pharmazeutik und die Herstellung synthetischer Stoffe. Ebenso vielfältig ist die Leichtindustrie, u. a. in der Herstellung von elektronischen Geräten. Erdgas, einer der wenigen Bodenschätze, stützt zusammen mit weiteren Explorationsschätzungen eine dauerhaft positive Energiebilanz (weltweit drittgrößter Erdgasexporteur). Die Niederlande gelten als Musterbeispiel für das Zusammenwirken moderater Lohnabschlüsse, flexibler Arbeitsverträge, Strukturreform und strikt stabilitätsorientierter Haushalts- und Finanzpolitik. Das durchschnittliche reale Wirtschaftswachstum liegt mit über 3% jährlich deutlich über dem Durchschnitt der EU-Staaten. Das Wachstum wurde in den letzten Jahren durch den privaten Konsum vorangetrieben. Dieser korreliert mit den beeindruckenden Zahlen bei der Arbeitsbeschaffung sowie einem noch ungebrochenen Trend im Wertzuwachs bei Immobilien und Kapitaleinkünften. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen haben 2000 den niedrigsten Stand seit 1980 erreicht. Im Verlauf der vergangenen fünf Jahre wuchs die Beschäftigung, insbesondere die der Frauen, damit um rund 15%. Aufgrund des hohen Anteils Arbeitsunfähiger an der Erwerbsbevölkerung (10%) liegt die Beschäftigungsquote jedoch nicht signifikant höher als in Deutschland (ca. 63%). Die zur Zeit niedrige Inflationsrate wird zukünftig aufgrund von Steuerreform und Lohnabschlüssen voraussichtlich ansteigen und mittelfristig über dem EU-Durchschnitt liegen. Ende 1999 wurde erstmals seit 25 Jahren ein Haushaltsüberschuß erzielt. Zusammen mit dem raschen Abbau der Gesamtverschuldung belegt dies den niederländischen Willen zur mittelfristigen Erfüllung der Stabilitätskritierien auf dem Weg zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, bei der die Niederlande eine politische Führungsposition einnahmen. Der größte Teil des Außenhandels, dessen Beitrag weiterhin positiv ist, wird mit der EU abgewickelt (drei Viertel der Exporte gehen in EU-Länder), größter einzelner Handelspartner ist Deutschland. Die Direktinvestitionen der Niederlande im Ausland besitzen ein Volumen von rund 40% des eigenen Bruttoinlandsprodukts, demgegenüber erreichen die ausländischen Direktinvestitionen in den Niederlanden fast ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts. Dies zeigt den hohen Anteil multinationaler Unternehmen in den Niederlanden, was zum großen Teil auf die Offenheit der niederländischen Wirtschaft zurückzuführen ist. Ziel der niederländischen Verkehrspolitik ist es, die europäische Führungsposition als Anbieterland von Transportleistungen zu festigen und auszubauen. Ziel der Umweltpolitik, mit der die Niederlande oftmals eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen, ist eine nachhaltige Entwicklung, die unter anderem durch Maßnahmen zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes erreicht werden soll.




 
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