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sun4all Reiseführer: Norwegen


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrBei Geschäftsbesuchen sind Anzug und Krawatte angebracht. Termine sollten vereinbart und Visitenkarten benutzt werden. Pünktlichkeit ist gern gesehen. Norwegische Geschäftsleute sind eher reserviert. Internationale Geschäfte werden zumeist auf Englisch abgewickelt, manche Norweger sprechen jedoch auch Deutsch. Die beste Zeit für Geschäftsbesuche sind die Monate Februar bis Mai und Oktober bis Dezember. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-16.00 Uhr (Winter), Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr (Sommer).
Konferenzen/TagungenZahlreiche Tagungsstätten stehen in Oslo (9000 Sitze), Stavanger, Bergen, Trondheim und Tromsø zur Verfügung. Weitere Informationen, Broschüren und Planungsideen vom Fremdenverkehrsamt in Oslo (s. Adressen).
KontaktadressenHandelsabteilung des Norwegischen Generalkonsulats
Postfach 30 07 17, D-40407 Düsseldorf
Tel: (0211) 4 58 90. Fax: (0211) 458 91 10.
E-Mail: duesseldorf@ntc.no

Norsk-Tysk Handelskammer
Drammensveien 111 B, NO-0273 Oslo
Postanschrift: PO Box 603 Sköyen, NO-0214 Oslo
Tel: 22 12 82 10. Fax: 22 12 82 22.
E-Mail: info@handelskammer.no
Internet: www.handelskammer.no

Norwegian Trade Council
Drammensveien 40, NO-0243 Oslo
Tel: 22 92 63 00. Fax: 22 92 64 00.
E-Mail: oslo@ntc.no
Internet: www.eksport.no
WirtschaftNorwegen befindet sich im Wandel von einer modernen Industriewirtschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Da das Volumen des Binnenmarktes nur gering ist und wenig zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt, ist das Land traditionell stark auf den Außenhandel und die internationale Zusammenarbeit angewiesen. Das Gesamtvolumen des Exports beträgt rund 40% des Bruttoinlandsprodukts, der Außenhandel wird mit einem Anteil von bis zu 75% mit der EU bestritten. Norwegen besitzt kaum landwirtschaftlich nutzbares Land. Die Viehzucht ist von größerer Bedeutung als die Agrarwirtschaft, die nur noch 3% der Erwerbstätigen beschäftigt und nur zu 2% zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Dessen ungeachtet spielt die Landwirtschaft im Bewußtsein der Bevölkerung und in der Politik aller Regierungen weiterhin eine wichtige Rolle. Der Agrarsektor Norwegens wird bislang entschlossen vor internationaler Konkurrenz geschützt; die norwegischen Landwirte erhalten mit die weltweit höchsten Subventionen. Holzproduktion und Papierherstellung gehören zu den wichtigen Industriezweigen des Landes. Die Fischwirtschaft teilt sich in die Branchen der traditionsreichen, aber rückläufigen Fischerei sowie der international in der Spitzengruppe liegenden Fischzucht. Mitte der siebziger Jahre wurde vor der norwegischen Küste Erdöl entdeckt, das seither fur Norwegens Wirtschaft eine große Rolle spielt. Obwohl die Öl- und Gaswirtschaft nur 16000 Erwerbstätige beschäftigt, trägt sie zu ca. 12-15% des Bruttoinlandsprodukts bei (in 2000 aufgrund der hohen Ölpreise sogar rund 20%). Öl und Gas einschließlich ihrer Produkte sind mit einem Anteil von ca. 70% des Gesamtexports weiterhin die wichtigsten Ausfuhrgüter des Landes, das den drittgrößten Öl- und viertgrößten Gasexporteur weltweit stellt. Die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft trugen bislang regelmäßig zu einem Haushaltsüberschuß bei. Norwegen ist durch die bedeutende Stellung dieser Branche allerdings auch in nicht unerheblichem Maße von der internationalen Konjunkturentwicklung im Ölbereich abhängig. Von dieser Abhängigkeit sind insbesondere auch viele Branchen, die als Zuliefererindustrie für die Ölförderung dienen (insbesondere Werften), betroffen. Das Wachstum der norwegischen Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren leicht abgeschwächt. Nachdem der norwegische Staat lange Zeit eine starke Rolle in der Wirtschaft, insbesondere bei der Nutzung der Rohstoffe Öl, Gas und Wasserkraft sowie in einzelnen Branchen wie Banken, Verkehr und Telekom, einnahm, plant er nun einen stetigen Rückzug aus Teilbereichen der Wirtschaft. Diese Entwicklung wird unter anderem durch geplante größere Privatisierungsvorhaben reflektiert. Großbritannien, Deutschland und Schweden sind Norwegens Haupthandelspartner. Norwegen ist Mitglied der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und somit der sogenannten 'European Economic Area', ein Produkt aus Mitgliedern der EU und der EFTA, die sich 1991 in einer freien Handelszone zusammengeschlossen haben. Bedenken zu den möglichen Auswirkungen auf Fischereiwesen und Landwirtschaft waren die Ursache für Norwegens Entscheidung (zwei Volksentscheide 1973 und 1994), sich der EU nicht anzuschließen. Mit Ausnahme jener beiden Wirtschaftszweige unterhält Norwegen jedoch freie Handelsbeziehungen mit den EU Mitgliedstaaten.




 
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