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sun4all Reiseführer: Russische Föderation


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrKorrekte Kleidung und Pünktlichkeit werden erwartet. Englisch ist vor allem im Managementbereich Geschäftssprache. Mitunter wird auch Deutsch gesprochen. Es ist ratsam, sich vereinbarte Termine noch einmal bestätigen zu lassen und Visitenkarten in Russisch und Deutsch bzw. Englisch mitzubringen. Dolmetscher- und Übersetzerdienste sind von verschiedenen Organisationen erhältlich, die Bezahlung erfolgt meist in Devisen. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.
KontaktadressenBundesverband der Deutschen Industrie, Ost-Ausschuß der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29, D-10178 Berlin. Tel: (030) 20 28 14 52, 20 28 15 51. Fax: (030) 20 28 24 52, 20 28 25 51. (E-Mail: ost-ausschuss@bdi-online.de; Internet: www.ostausschuss.de)
Wirtschaftskammer Österreich, Außenwirtschaftsorganisation, Osteuropareferat, Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien. Tel: (01) 501 05 43 22. Fax: (01) 50 10 52 55. (E-Mail: awo.gus@wko.at; Internet: www.wko.at)
Interessengemeinschaft für die GUS (IG-GUS), c/o SOFI, Stauffacherstraße 45, CH – 8026 Zürich. Tel: (01) 249 30 50. Fax: (01) 249 31 33. (E-Mail: info@ig-gus.ch; Internet: www.ig-gus.ch)
Industrie- und Handelskammer der Russischen Föderation, Ul. Iljinka 6, RF-103684 Moskau. Tel: (095) 923 43 23. Fax: (095) 230 24 55. (E-Mail: tpprf@rbcnet.ru)
WirtschaftDie Russische Föderation hat die leistungsfähigste Wirtschaft der GUS (60% der Industrieproduktion und 80% der Exporteinkünfte aller GUS-Staaten). Die russische Wirtschaftspolitik hat darüber hinaus Vorreiterfunktion für die anderen GUS-Republiken. Größte Bedeutung haben die Schwerindustrie und die Förderung von Brennstoffen (Erdöl, Erdgas). Petroleum und Erdgas sind die wichtigsten Exportgüter. Das Land ist außerordentlich reich an Bodenschätzen aller Art und besitzt fruchtbare Böden und ausgedehnte Wälder. Maschinenbau sowie chemische und holzverarbeitende Industrie haben ebenfalls wirtschaftlichen Stellenwert. Ausgeführt werden vor allem chemische Erzeugnisse, Rohstoffe, Düngemittel und Fahrzeuge.
Die russische Volkswirtschaft konnte im Jahr 2000 mit einem Plus von 7,5% ihren bisher höchsten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (1999: 3,2%) seit Bestehen der Russischen Föderation erzielen. Die gestiegenen Weltmarktpreise für Rohstoffe führten zu erheblich höheren Exporterlösen und einem Handelsbilanzüberschuß in Höhe von mehr als 60 Mrd. US$. Reallohnsenkungen nach der Finanz- und Währungskrise von 1998 verschafften den Unternehmen einen erheblichen Kostenvorteil. Die dadurch verbesserte Ertragslage ermöglichte deutlich höhere Investitionen (plus 15-20%) trotz anhaltend hoher Kapitalflucht. Die Inflationsrate konnte auf etwa 20% reduziert werden. Die Arbeitslosenrate lag zum Jahresende 2000 bei rund 10%.
Die weitere Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen wird davon abhängen, ob die Russische Föderation das Umfeld für Handel und Investitionen verbessern kann und eine größere rechtsstaatliche Stabilität erreicht.
Die Russische Föderation ist Mitglied der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds, der Europabank, hat ein Kooperationsabkommen mit der EU abgeschlossen und ist eines der 11 Unterzeichnerländer des Schwarzmeerabkommens. 1998 wurde die Russische Föderation Mitglied der acht führenden Industrienationen der Welt (G-8 Länder). Seit Mai 2002 existiert das NATO-Russia Council. Haupthandelspartner ist die Bundesrepublik Deutschland.




 
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