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sun4all Reiseführer: Serbien und Montenegro


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Gesundheit


GesundheitZusätzlich werden in den meisten Landesteilen religiöse Feiertage der orthodoxen Kirche beachtet.
GesundheitsvorsorgeObwohl das gegenseitige Abkommen zwischen Deutschland und Serbien & Montenegro und damit auch die Anspruchsbescheinigung Ju6 noch gültig ist, wird generell der Abschluß einer Reisekrankenversicherung empfohlen. Dies gilt auch für Reisende aus Österreich und der Schweiz. Die medizinische Versorgung in Serbien und Montenegro kann nicht immer gewährleistet werden, medizinische Einrichtungen sind meist nicht dem mitteleuropäischen Standard entsprechend ausgestattet.
[1]Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist in der Regel gechlort und relativ sauber, es können jedoch leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Milch ist pasteurisiert und Milchprodukte sind im allgemeinen ebenso unbedenklich wie einheimisches Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse. Besondere Vorsicht gilt beim Verzehr von Schweinefleisch, da hier Trichinose-Erkrankungsgefahr besteht.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Sie kommen v.a. in ländlichen Gebieten im Donaubecken westlich von Belgrad und an der Adria vor. Hier ist zusätzlich zu den o.g. Schutzmaßnahmen eine Impfung möglich.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Kala Azar tritt vereinzelt im Südwesten in Montenegro auf. Empfehlenswert ist ein wirksamer Insektenschutz.
Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniase kommt ebenfalls in Montenegro vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.
Tollwut kommt vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Besonders die ländlichen Regionen um Lipjan, Ferijaz und Pristina sind Tularämie gefährdet. Ein guter Insektenschutz und das Fernhalten von Tierstallungen verhindern eine Erkrankung.

Eine Bestimmung, daß zur Einreise ein negativer HIV-Nachweis erforderlich ist, kommt in der Praxis kaum zur Anwendung, vor allem nicht bei Touristen.




 
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