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sun4all Reiseführer: Japan


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrEine große Anzahl zweisprachiger Visitenkarten ist unerlässlich; man kann sie auch in Japan drucken lassen. Termine sollten im Voraus vereinbart werden. Aufgrund der zu beachtenden Etikette sollte man mehr als ein paar Tage für den Geschäftsbesuch planen. Pünktlichkeit ist sehr wichtig. Vor den zumeist formellen Verhandlungen wird oft Tee gereicht. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Konferenzen/TagungenDas japanische Konferenzbüro ist unter folgender Adresse zu erreichen:

Japan Convention Bureau
2-10-1 Yuraku-cho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0006
Tel: (03) 32 16 29 05. Fax: (03) 32 16 19 78.
E-Mail: convention@jnto.go.jp
Internet: www.jnto.go.jp

Die Broschüre Convention Planner's Guide to Japan führt 35 Städte mit Konferenzeinrichtungen auf, einschließlich Tokio, Kyoto, Osaka, Yokohama, Hiroshima und Nagasaki.
KontaktadressenDeutsche Industrie- und Handelskammer in Japan
Postanschrift: CPO Box 588, JP-Tokyo 100-8692
Straßenadresse: Sanbacho KS Building, 2-4 Sanbancho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 102-0075
Tel: (03) 52 76 98 11. Fax: (03) 52 76 87 33.
E-Mail: info@dihkj.or.jp
Internet: www.dihkj.or.jp

Japan External Trade Organisation (JETRO)
Rossmarkt 17, D-60311 Frankfurt/M
Tel: (069) 28 32 15. Fax: (069) 28 33 59.
E-Mail: rep@f.jetro.de
Internet: www.jetro.de
Büros in Berlin, Düsseldorf und München.

Japan External Trade Organisation (JETRO)
Mariahilferstraße 41-43/3, A-1060 Wien
Tel: (01) 587 56 28. Fax: (01) 586 22 93.
E-Mail: e.info@jetro.at
Internet: www.jetro.at

Japan External Trade Organisation (JETRO)
Rue de Lausanne 80, CH-1202 Geneva
Tel: (022) 732 13 04. Fax: (022) 732 07 72.
Internet: www.jetro.go.jp/switzerland/geneva


Japan Chamber of Commerce and Industry
(Nippon Shoko Kaigi-sho)
2-2 Marunouchi 3 Chome, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0005
Tel: (03) 32 83 78 24. Fax: (03) 32 11 48 59.
E-Mail: info@jcci.or.jp
Internet: www.jcci.or.jp
WirtschaftJapan gilt als eines der Wirtschaftswunder des 20. Jahrhunderts. In einem beispiellosen Aufstieg hat sich Japan nach dem 2. Weltkrieg zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt entwickelt. Das einflussreiche Ministerium für Außenhandel und Industrie (MITI) führte strenge Importbeschränkungen ein, die vereint mit den ungewöhnlich aggressiven Exportmethoden Pluspunkte brachten. Die im Verhältnis zum Nettoeinkommen außergewöhnlich hohen Ersparnisse der Japaner haben gleichbleibend hohe Investitionen in der herstellenden Industrie ermöglicht. Große Mehrproduktbetriebe, denen eine Schar kleiner Firmen mit niedrigen Personal- und Nebenkosten die Rohmaterialien und Einzelteile zuliefert, bilden das Rückgrat der Binnenwirtschaft. Immer mehr Länder im pazifischen Raum mit kräftigem Wirtschaftswachstum, wie Singapur, Korea-Süd und Taiwan (China), werden in diese »Zuliefererrolle« gedrängt. Zahlreiche Auslandsfirmen beschweren sich über das restriktive Vertriebssystem. Industrieprodukte, allen voran Autos und elektronische Geräte, sind die wichtigsten Stützpfeiler der Wirtschaft, obwohl traditionelle Industriezweige wie der Kohlebergbau, Schiffbau und die Stahlverarbeitung ebenfalls mit Gewinn arbeiten. Die Landwirtschaft ist der einzige Bereich, auf dem sich Japan nicht mit den westlichen Industrieländern messen kann. Aufgrund einer Selbstversorgungsrate von nur 50% muss Japan Nahrungsmittel in großem Umfang einführen. Die ineffiziente Landwirtschaft wird von der Regierung vor der ausländischen Konkurrenz geschützt. Der jüngste und sehr schnell wachsende Sektor der japanischen Wirtschaft sind die Finanzdienstleistungen – die Tokyoer Börse ist die größte der Welt. Amerikanische und europäische Firmen beschweren sich auch hier über Diskriminierung. Die fortwährende Kritik kann den enormen Erfolg der japanischen Nachkriegswirtschaft dennoch nicht schmälern, der angesichts des Rohstoffmangels (u. a. kein Erdöl) umso erstaunlicher ist.
Das Ende der in den neunziger Jahren währenden Phase der Stagnation bzw. Rezession scheint in Sicht zu sein. 2003 und 2004 zog das Wirtschaftswachstum wieder etwas an. Die Staatsverschuldung ist jedoch hoch (rund 160% des Bruttosozialproduktes, Stand 2004) und Wirtschaftswachstum sowie Arbeitsplätze können langfristig nur durch tiefgreifende Strukturreformen gesichert werden. Die Arbeitslosenzahlen sinken seit Ende 2003 kontinuierlich.
Japan liegt nach den USA und Deutschland auf dem dritten Rang unter den Exportländern der Welt. Die USA sind nach wie vor Japans wichtigster Handelspartner; sie sind Japans größter einzelner Absatzmarkt und größter Lieferant. Hauptabnehmerländer Japans in der EU sind Deutschland, Großbritannien und die Niederlande; die wichtigsten Lieferanten sind Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Der Handelsaustausch Japans mit seinen asiatischen Nachbarn ist 2000 im Zuge der Erholung von der Asienkrise wieder deutlich gestiegen. Wichtigster Lieferant ist weiterhin China, wichtigste Abnehmer sind Taiwan, China und Korea.




 
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