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Bei der Ausreise
Viele Länder verlangen Belege über Schutzimpfungen von Besuchern, die aus Indien einreisen.
Gesundheit
Fast alle indischen religiösen Feste und Feiertage werden nach dem Mondjahr berechnet, ihr Datum ändert sich daher von Jahr zu Jahr. Zusätzlich zu den obengenannten Feiertagen gibt es zahlreiche weitere religiöse Festivals, die in manchen Bundesstaaten als Feiertage gelten. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach - besonders auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten - technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. In den Großstädten ist die medizinische Versorgungslage deutlich besser, z. T. mit hohem Standard. Persönliche Medikamente bringt man am besten in ausreichender Menge mit. Es gibt staatliche Kliniken in den Städten und Privat- und Fachärzte in den Stadtrandgebieten. Der Abschluß einer weltweit gültigen Reisekrankenversicherung wird dringend empfohlen.
[1]
Alle Reisenden, die über 6 Monate alt sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem Infektionsgebiet einreisen, benötigen eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber. Wer auf dem Seeweg oder per Flugzeug ohne Impfbescheinigung ankommt, wird 6 Tage in Quarantäne gehalten, falls der Reisende: (a) innerhalb der letzten 6 Tage ein Infektionsgebiet verlassen hat, (b) einen Transitaufenthalt in einem Infektionsgebiet hatte (ausgenommen, der Transit erfolgte per Flugzeug und der Transitraum wurde nicht verlassen; es liegt jedoch im Ermessen der Gesundheitsbehörden, ob diese Ausnahmeregelung anerkannt wird), (c) mit einem Schiff ankommt, das innerhalb der letzten 30 Tage von einem im Infektionsgebiet liegenden Hafen ausgelaufen ist oder dort angelegt hat (ausgenommen, das Schiff ist zuvor nach WHO-Standards desinfiziert worden) und (d) mit einem Flugzeug aus einem Infektionsgebiet einreist und nicht gemäß Indian Aircraft Public Health Rules von 1954 oder WHO-Standards desinfiziert worden ist.
[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Landesweit besteht ein erhöhtes Cholera-Infektionsrisiko. Dennoch ist die Infektionsgefahr bei Touristen sehr gering.
[3]
Malariarisiko ganzjährig landesweit in Gebieten unter 2000 m Höhe mit Ausnahme der Bundesstaaten Himachal Pradesh, Jammu und Kaschmir sowie Sikkim. Die gefährlichere Malariaart
Plasmodium falciparum
soll stark chloroquinresistent sein.
[4]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen oder zur Eiswürfelbereitung abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch ist vielerorts erhältlich und sollte auch nur mit keimfreiem Wasser angerührt werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß essen. Der Genuß von Schweinefleisch, Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Tollwut
kommt vor. 80 % der weltweit gemeldeten
Tollwut
-Todesfälle stammen aus Indien. Das wachsende Tollwutrisiko ergibt sich durch die zunehmende Anzahl von streunenden Hunden. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Epidemische Ausbrüche der
Meningokokken-Meningitis
wurde gemeldet.
Hepatitis B
ist endemisch. Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für
Hepatitis A
. Eine Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch gegen
Hepatitis B
ist sinnvoll.
Das durch Stechmücken übertragene
Dengue-Fieber
kommt landesweit vor. Auch das
Zeckenbißfieber
ist endemisch.
Ansteckungsrisiko für
Japanische Enzephalitis
besteht in fast allen ländlichen und vorstädtischen Gebieten (nicht im höher gelegenen Nordwesten); Ausbrüche vor allem in der Regenzeit (Monsun) in Distrikten folgender Staaten: Bihar, Karnataka, Kerala, Tamil Nadu, Uttar Pradesh, West-Bengal; für Hoteltouristen nur geringe Gefahr.
Für Langzeitaufenthalt und Studium ist ein negativer
HIV-Test
erforderlich.
HIV/Aids
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen bergen ggf. ein erhebliches lebensgefährliches Risiko.
Die
Pest
kommt in Maharashtra und Gujarat vor.
[5]
In Indien besteht ein erhöhtes Polioerkrankungsrisiko. Reisenden wird empfohlen, nur mit gültigem Polioimpfschutz einzureisen. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging , Rucksacktourist u.a.) kann Impfschutz gegen Typhus sinnvoll sein.
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