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sun4all Reiseführer: Costa Rica


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Gesundheit


GesundheitWährend der Karwoche und zwischen Weihnachten und Neujahr haben fast alle Geschäfte geschlossen.
GesundheitsvorsorgeDie ärztliche Versorgung und hygienischen Verhältnisse in San José sind gut. In den ländlichen Regionen kann es zu Engpässen kommen. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch v.a. in den Provinzen Limón und San José vor. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
[2]Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[3]Malariaschutz ist ganzjährig in den Regionen mit mittlerem Risiko Matina (Provinz Limón), Talamanca (Provinz Limón) und Los Chiles (Provinz Alajuela) erforderlich. Geringeres Risiko besteht in den Provinzen Guanacaste, Heredia und in den anderen Kantonen von Limón und Alajuela. Als malariafrei gelten Höhenlagen und Städte. Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (Malaria tertiana) herrscht vor. Die Plasmodium falciparum (Malaria tropica) macht weniger als 1 % der Erkrankungen aus. Durch Malariaprophylaxe in Form von langärmliger Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen und Mosquitonetze wird das Ansteckungsrisiko deutlich gemindert. Nur in den mittleren Risiko-Regionen (s.o.) sollte ein medikativer Schutz abgewogen werden.
[4]Das Trinkwasser ist stark gechlort und kann u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Während der ersten Urlaubstage wird abgefülltes Wasser empfohlen. Das Trinkwasser außerhalb großer Städte ist nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden. Milch, Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse können unbesorgt verzehrt werden. Jahreszeitlich bedingt (Frühling in Costa Rica) kann es zu einer Vermehrung von Rotalgen kommen. Der Verzehr von Meerestieren kann zu dieser Zeit zu Vergiftungserscheinungen führen. Es wird darum dringend abgeraten, Fisch und Schalentiere zu verzehren. Ebenso sollte beim Baden ein Kontakt mit Rotalgen vermieden werden.

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in zentralen Landesteilen, im Norwesten und Südosten vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Bei längerem Aufenthalt und bei Reisen unter einfachen Bedingungen empfiehlt sich ein Impfschutz.
Durch Sandmücken übertragene Wurmerkrankungen (Leishmaniase) kommen vor und können durch Insektenschutz vermieden werden.
Tollwut kommt vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Ein HIV-Test bei Einreise oder Erstellung nach Ankunft im Lande ist prinzipiell nicht erforderlich. Ausländer, die eine Aufenthaltsgenehmigung benötigen, müssen hierfür ein Attest vorweisen, daß sie HIV-negativ und frei von AIDS sind. Infizierten oder Kranken kann die Einreise verweigert werden.




 
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