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sun4all Reiseführer: Nicaragua


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrAn besonders heißen Tagen tragen Geschäftsleute durchaus auch kurzärmelige Sporthemden, niemals jedoch Shorts. Spanischkenntnisse sind nützlich, vereinzelt wird auch englisch gesprochen. Die günstigste Zeit für Geschäftsreisen ist zwischen November und März. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr.
KontaktadressenLateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz, c/o Zürcher Kantonalbank, IB/International Banking, Postfach 8010 Zürich, CH-8000 Zürich. Tel: (01) 272 08 52. Fax: (01) 275 87 98. (E-Mail: admin@latcam.ch; Internet: www.latcam.ch)
Cámara de Comercio de Nicaragua, Rotonda Gueguense, 300 Mts al Sur, detras de American Airlines, NI-Managua. Tel: 268 35 05. Fax: 268 36 00. (E-Mail: comercio@ibw.com.ni)
Servicio Información Comercial, Centro de Exportaciones e Inversiones, Hotel Intercontinental, 1 Cuadra al abacho, 3.5 Cuadras al sur, NI-Managua. Tel: 268 38 60. Fax: 268 38 78. (E-Mail: cei@cei.org.ni)
WirtschaftNach der wirtschaftlichen Verschlechterung während der letzten zwei Jahrzehnte ist Nicaragua nach Haiti das ärmste Land sowohl Süd- als auch Nordamerikas. Landwirtschaft bleibt nach wie vor der größte Wirtschaftssektor, Baumwolle, Kaffee, Zucker, Bananen und Fleisch sind die Hauptexportgüter. Mais, Bohnen und Reis werden für den Eigenbedarf produziert, während sich die Herstellungsindustrie hauptsächlich auf die Produktion von Nahrungsmitteln, Getränken und Chemikalien sowie die Raffinierung von Öl konzentriert. Außerdem werden in kleinen Mengen Gold, Silber, Blei und Zink abgebaut. Einige Industriezweige wurden nach der Sandinista-Revolution von 1979 nationalisiert, doch der Großteil der Wirtschaft blieb in privater Hand. Seitdem wurden verstaatlichte Unternehmen wieder privatisiert, doch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in der Sandinista-Zeit war hauptsächlich das Ergebnis von Mißwirtschaft im eigenen Land, westlichen Wirtschaftssanktionen und Bürgerkrieg. Während der 90er Jahre wurde in Nicaragua ein vom IMF überwachtes Structural Adjustment Programm eingeführt. Die Ergebnisse waren sehr gemischt, doch zur gleichen Zeit entwickelte Nicaragua neue Exportmärkte in Skandinavien, Osteuropa, der ehemaligen UDSSR und Kanada, die auch zusätzliche wirtschaftliche Unterstützung leisteten. Ein Teil dieser Hilfe kam als Notfallunterstützung infolge von Naturkatastrophen (abwechselnd Überschwemmungen und Dürreperoden), die der landwirtschaftlich geprägten Wirtschaft großen Schaden zugefügt hatten. Zwar bleibt die hohe Auslandsverschuldung nach wie vor eine beträchtliche Last, doch Nicaragua konnte bereits von der Initiative für Schwerverschuldete Länder profitieren. Auch in nächster Zukunft wird das Land auf Auslandsunterstützung angewiesen sein. Diese Unterstützung wurde vor allem nach Beginn der durch Dürre, finanzielle Instabilität (die privaten Banken brachen beinahe zusammen) und extrem niedrige Preise verursachten Wirtschaftskrise 2001 immer wichtiger. Nicaraguas Haupthandelspartner sind die USA, Deutschland, Spanien, El Salvador und in geringerem Maße die mittel- und südamerikanischen Nachbarstaaten. Nicaragua ist Mitglied des Gemeinsamen Marktes für Mittelamerika und der Inter-American Development Bank.




 
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