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sun4all Reiseführer: Irak


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Gesundheit


AnmerkungDie oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
GesundheitDie oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
GesundheitsvorsorgeDie medizinische Versorgung ist unzureichend. Ärztliche Behandlungen oder Krankenhausaufenthalte sind sofort in bar zu bezahlen. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird daher dringend empfohlen.
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in Infektionsgebieten einreisen wollen.
[2]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Landesweit besteht ein erhöhtes Cholera-Infektionsrisiko. Dennoch ist die Infektionsgefahr bei Reisenden sehr gering.
[3]Mittleres Malariarisiko in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500 m im Norden in den Provinzen Duhok, Erbil, Kirkuk, Ninawa, Sulaimaniya und Ta´min, sowie im Süden in der Provinz Basrah; geringes bzw. kein Risiko in den übrigen Landesteilen und Städten. Die weniger gefährliche Malariaart Plasmodium vivax herrscht vor.
[4]Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Bilharziose
-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. Die Hautleishmaniose tritt landesweit auf, insbesondere in den zentralen Landesteilen und in der Umgebung von Bagdad.
Hepatitis A kommt vor, Hepatitis B ist endemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Heptitis B.
Alle Reisenden, die länger als 5 Tage im Land bleiben, müssen einen negativen HIV- und Syphilis-Test vorlegen, der innerhalb von 3 Monaten vor Einreise erstellt wurde. Das Zeugnis muß vom Gesundheitsamt abgestempelt und von der irakischen Vertretung legalisiert sein. Alternativ kann der Reisende die Untersuchung innerhalb von 5 Tagen im Land (Preis ca. 50 US$), z.B. in Baghdad in den Krankhenhäusern Al Kindi, Al Kerama und El Kadhiniya, sowie außerhalb der Hauptstadt in den staatlichen Gesundheitszentren vornehmen lassen. Bei Nichtbeachtung droht Gefängnisstrafe. Ausgenommen von dieser Regelung sind Personen, die von staatlichen Stellen eingeladen wurden und nicht länger als 15 Tage im Land bleiben, Kinder unter 12 Jahren, die keine Bluter sind und/oder keine Transfusionen erhalten haben, Personen über 65 Jahre, Diplomaten und Mitglieder internationaler Organisationen in offizieller Mission einschließlich ihrer Familienangehörigen. Über die Anwendung der bisher geltenden Gesundheitsvorschriften bezüglich eines HIV-Testes bei der Einreise gibt es in der Praxis keine Erfahrungen. Reisende, die HIV-positiv, an Tuberkulose, Syphilis oder Lepra erkrankt sind, werden aus dem Irak ausgewiesen.
Tollwut kommt vor. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.




 
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