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sun4all Reiseführer: Vereinigte Arabische Emirate


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrVorherige Terminvereinbarung ist empfehlenswert. Englisch wird in Geschäftskreisen viel gesprochen, Dolmetscher sind jedoch ebenfalls vorhanden. Geschäftszeiten: Sa-Mi 08.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr, Do 07.00-12.00 Uhr. Behörden: Sommer: Sa-Do 07.00-13.00 Uhr. Winter: Sa-Mi 07.30-13.30 Uhr, Do 07.30-12.00 Uhr. Während des Ramadan haben Büros nachmittags geschlossen.
Konferenzen/TagungenDie meisten guten Hotels bieten Tagungseinrichtungen. Das Dubai International Congress Centre bietet Platz für mehr als 10.000 Konferenzteilnehmer. Im World Trade Centre werden zahlreiche Veranstaltungen abgehalten, einschl. Autorallyes und Tennisturniere. Weitere Informationen und Auskünfte sind unter folgender Adresse erhältlich: Dubai World Trade Centre, PO Box 9292, Dubai. Tel: (04) 332 10 00. Fax: (04) 331 82 99. (E-Mail: info@dwtc.com; Internet: www.dwtc.com)
Weitere Informationen erteilt auch das Government of Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing (s. Adressen).
KontaktadressenGovernment of Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing, Bockenheimer Landstraße 23, D-60325 Frankfurt/M. Tel: (069) 710 00 20. Fax: (069) 71 00 02 34.
Österreichisch-Arabische Handelskammer, Lobkowitzplatz 1, 1015 Wien. Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59. (E-Mail: headoffice@aacc.at; Internet: www.aacc.at)
Federation of UAE Chambers of Commerce & Industry, PO Box 3014, Abu Dhabi. Tel: (02) 621 41 44. Fax: (02) 633 92 10.
Dubai Chamber of Commerce & Industry
, PO Box 1457, Dubai. Tel: (04) 228 00 00. Fax: (04) 211 16 46. (E-Mail: dcciinfo@dcci.org; Internet: www.dcci.org)
Daneben hat jedes Emirat seine eigene Handelskammer.
WirtschaftDie nationale Wirtschaft basiert auf der Erdöl- und Erdgasförderung, die dem Land insgesamt zu Wohlstand verholfen hat. 1998 hat der Erdölsektor, einschließlich der Verarbeitung und Herstellung von aus Erdöl gewonnenen Produkten, mehr als die Hälfte der gesamten Staatseinnahmen erwirtschaftet, und Schätzungen zufolge hat er in 2000 zu mehr als einem Drittel des Bruttoinlandsprodukts beigetragen. Die Rohölvorräte der Vereinigten Arabischen Emirate machen einen Anteil von ca. 10% der nachgewiesenen Welt-Erdölreserven und 15% der OPEC-Reserven aus. Das Land besitzt zudem die weltweit viertgrößten Erdgasvorräte (nach Russland, dem Iran und Katar). Die starke Abhängigkeit der Wirtschaft vom Ölgeschäft trug dazu bei, daß sich dank des hohen Erdölpreises in 2000 eine sehr positive Konjunkturentwicklung abzeichnete und eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 20-25% erwartet wird. Die Bevölkerung der Vereinigten Arabischen Emirate genießt, bei relativ geringer Inflation, ein hohes Pro-Kopf-Einkommen. Die Auslandsverschuldung verzeichnete Zuwächse, allerdings handelt es sich bei 90% aller Auslandsschulden um kurzfristige Handelskredite. Exportiert werden Rohöl, Erdgas und Nichterdölprodukte, darüber hinaus beträgt der Anteil der Re-Exporte (insbesondere in den Iran und die GUS-Staaten) rund 36%. Die wichtigsten Einfuhrgüter sind Konsumgüter, Investitionsgüter und Zwischenerzeugnisse. Verbrauchsgüter werden in erster Linie für den heimischen Markt produziert. Die Landwirtschaft beschränkt sich in diesem klimatisch nicht gerade günstigen Gebiet auf Viehzucht, Fischfang spielt ebenso eine Rolle. Die Importe kommen überwiegend aus Japan, Großbritannien, den USA und Deutschland. Bedeutende Handelspartner im Exportgeschäft sind Japan, Südkorea, Indien und Singapur. Für Deutschland sind die Vereinigten Arabischen Emirate nach Saudi-Arabien der wichtigste Handelspartner in der arabischen Welt. Die deutschen Ausfuhren in das Land haben sich in 2000 um rund 15% gegenüber den Vorjahreszahlen gesteigert und setzen damit die sehr positive Bilanz der vergangenen Jahre fort. Die wirtschaftliche Entwicklung konzentriert sich vornehmlich auf die zwei finanzstärksten der insgesamt sieben Emirate, Abu Dhabi und Dubai, die zudem 50% ihrer Öleinnahmen zur Finanzierung des Bundeshaushalts bereitstellen. Von Bedeutung sind diese zwei Emirate auch bei der Finanzierung von Bundesprojekten, die sie vielfach direkt finanzieren. Das Wirtschaftssystem ist marktwirtschaftlich orientiert, allerdings mit der Einschränkung, daß wichtige Rechte, wie z. B. das Grunderwerbsrecht, den Staatsangehörigen der Vereinigten Arabischen Emirate vorbehalten sind. Eine weitreichende Privatisierung, die bislang bereits vor allem im Dienstleistungssektor umgesetzt werden konnte, wird angestrebt, um unter anderem den Staatssektor zu entlasten und die Wirtschaft zu beleben. Die Vereinigten Arabischen Emirate werden bei ausländischen Touristen zunehmend beliebter. 1999 konnte allein Dubai rund 2,5 Millionen Besucher registrieren und ist somit das beliebteste Emirat, gefolgt von Abu Dhabi und Sharjah. Rund 65000 deutsche Touristen besuchten die Emirate in 1997. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Mitglied der OPEC und des Kooperationsrates der Arabischen Golfstaaten, der sich jüngst verstärkt der Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit widmet.




 
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