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sun4all Reiseführer: Bolivien


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Gesundheit


GesundheitIn den einzelnen Provinzen und Städten gibt es zusätzliche Feiertage.
GesundheitsvorsorgeHerzkranke sollten sich wegen der extremen Höhenlage von La Paz Zeit für die Akklimatisation nehmen. Für Notfälle steht eine amerikanische Klinik in La Paz zur Verfügung. Zumutbare Krankenhäuser befinden sich ausschließlich in privater Hand, die oft sehr hohe Kosten berechnen. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird daher dringend empfohlen.
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in Infektionsgebieten einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben, sowie Transitpassagiere in Bolivien. Eine Impfung empfiehlt sich ferner für Reisende, die in die Departamentos Beni, Cochabamba, Santa Cruz und den subtropischen Teil des Departamentos La Paz fahren wollen. Vereinzelte Fälle wurden auch aus Yapacani/Ichilo, nördlich von Santa Cruz de la Sierra gemeldet.
[2]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. die Departmentos Beni, Chuquisaca, Cochabamba, El Alto, La Paz, Oruro, Potosi, Riberalta, Santa Cruz, Tarija und Tupiza sind betroffen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
[3]Malariaschutz ist ganzjährig erforderlich für alle Regionen unter 2500 m. Hohes Risiko besteht in den nördlichen Grenzbereichen zu Brasilien den Departamentos Pando und Beni, vor allem im Gebiet von Guayaramerín, Riberalta und Puerto Rico, außerdem in den tiefergelegenen Gebieten der Departamentos Tarija, Cochabamba und La Paz. Mittleres Risiko besteht in allen anderen Regionen unterhalb der 2500 m-Marke. Geringes bzw. kein Risiko besteht oberhalb von 2500 m, in Städten, dem Departamento Oruro und den Provinzen Ingawi, Los Andes, Omasuyos und Pacajes (Departamento La Paz) sowie im Süden und im Zentrum des Departamento Potosí. Vorherrschend ist die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (Malaria tertiana). Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) kommt in den Departamentos Pando und Beni, insbesondere in Guayaramerín, Riberalta und Puerto Rico vor. Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethaminresistenz von Plasmodium falciparum wurden gemeldet. Ein ausreichenden Schutz bietet langärmelige Kleidung und Insektenschutzmittel. Bei Gebieten mit mittlerem und hohem Malariarisiko (unter 2500 m) empfiehlt sich eine Notfallmedikation.
[4]Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt in den Departamentos Santa Cruz und Cochabamba, insbesondere der Chiquitanía und dem Chapare, vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Kala Azar tritt vereinzelt im La Paz-Tal auf. Empfehlenswert ist ein wirksamer Insektenschutz.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniase kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Pest-Fälle wurden aus den Provinzen Franz Tamayo, Sud Yungas und Valle Grande gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.
Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die UV-Strahlung in Bolivien ist wegen der extremen Höhenlage sehr stark und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor ist daher unbedingt erforderlich.

Für Langzeitaufenthalte von mehr als einem Jahr ist bei Visumantrag ein negativer HIV-Test vorzuweisen.




 
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