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sun4all Reiseführer: Brasilien


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrAnzug und Krawatte bzw. Kostüm oder Kleid sind angebracht. Termine (möglichst mit gleichrangigen Partnern) sollten im Voraus vereinbart werden; Visitenkarten sind üblich. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.
KontaktadressenBrasilianisch-Deutsche Handelskammer (Büro Rio de Janeiro)
Avenida Graca Aranha, 1, 20030-002 BR-Rio de Janeiro - RJ
Tel: (021) 22 24 21 23. Fax: (021) 22 52 77 58.
E-Mail: info@ahk.com.br
Internet: www.ahk.com.br
Es gibt weitere AHK-Niederlassungen in Porte Alegre und Sao Paulo.

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
Talstrasse 11, CH-8000 Zürich
Tel: (01) 272 08 52. Fax: (01) 219 79 15.
E-Mail: admin@latcam.ch
Internet: www.latcam.ch

International Chamber of Commerce of Brazil
Rua Timbiras 1200, 3 andar, 30140-060 Belo Horizonte, BR-Minas Gerais
Tel: (031) 32 73 70 21. Fax: (031) 32 73 70 21.
E-Mail: camint@camint.com.br
Internet: www.camint.com.br
WirtschaftBrasilien ist das fünftgrößte Land der Welt und hat die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas. Es verfügt über reiche Ressourcen wie Bodenschätze, Wasserkraft, Arbeitskräfte und gute Bedingungen für die Landwirtschaft. Ein Großteil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig, aber auch die herstellende Industrie (Nahrungsmittel, Metallverarbeitung, Maschinen- und Autobau, Textilien, Schuhe) und der Bergbau spielen eine bedeutende Rolle. 2004 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 10,2%, des Dienstleistungssektors 51,2% und der verarbeitenden Industrie 38,7%.
Zwischen 2001 und 2003 verzeichnete die brasilianische Wirtschaft nur ein Wachstum von durchschnittlich 1,1%, weil das Land in dieser Zeit gleich mehrere nationale und internationale wirtschaftliche Krisen erlitt. Überstanden hat Brasilien die Krisen durch die vom früheren Präsidenten Cardoso 1994 eingeleitete und von Präsident Lula da Silva fortgesetzte Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die drei Säulen dieser Politik sind die Verminderung der Inflation, ein rigoroses Sparprogramm sowie freie Wechselkurse, die die Auswirkungen von Dollarkursschwankungen auf die Konjunktur verhindern. 2004 schließlich bescherte der Exportboom Brasilien ein Wachstum von mehr als 4%. Weitere positive Entwicklungen sind sinkende Arbeitslosenzahlen und gleichzeitig steigende Realeinkommen. Ein mittelfristiges Ziel von Präsident Lula da Silva ist, die schlechte Infrastruktur zu verbessern. Kaputte Häfen, Straßen und Schienennetze sollen modernisiert werden, um den reibungslosen Transport von einem immer größer werdenden Warenfluss in Zukunft gewährleisten zu können.
Brasilien steht in der Weltrangliste der landwirtschaftlichen Exporteure an zweiter Stelle. Vor allem Kaffee, Sojabohnen, Orangensaft, Zucker, Kakao, Geflügel und Rindfleisch werden ausgeführt. Außerdem werden Sisal, Tabak, Mais und Baumwolle angepflanzt. Die industrielle Produktion konzentriert sich auf die Herstellung von Maschinen, elektrischen Geräten, Baumaterialien, Gummi, Chemikalien und Fahrzeugen. Eisenerz, Bauxit, Gold, Titan, Mangan, Kupfer und Zinn werden in großen Mengen abgebaut – Brasilien zählt zu den wichtigsten globalen Rohstofflieferanten und ist der größte Eisenerz-Exporteur der Welt. Bis auf Öl liefert das Land fast jeden an den Terminmärkten gehandelten Rohstoff. Obwohl immer mehr Erdöl gefördert wird, muss der riesige Bedarf durch saudi-arabische Importe gedeckt werden. Die wichtigsten Außenhandelspartner Brasiliens waren 2003 die USA, Argentinien, China, die Niederlande und Deutschland. 2004 war China erstmals das wichtigste Exportziel Brasiliens. Die Regierung unter Lula da Silva will den Außenhandelsanteil am Bruttoinlandsprodukt bis Ende 2005 auf rund ein Drittel verdoppeln.
Brasilien ist Mitglied in den regionalen Wirtschaftszusammenschlüssen ALADI und Mercosur (südamerikanische Freihandelszone).




 
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