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sun4all Reiseführer: Venezuela


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Gesundheit


Aktueller HinweisVom Baden im Küstenbereich von Higuerote östlich von Caracas wird derzeit wegen Meerwasserverschmutzung abgeraten.
GesundheitZusätzlich gibt es noch regionale Feiertage. Einzelheiten von der Botschaft oder vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
GesundheitsvorsorgeIn den größeren Städten ist die medizinische Versorgung gut. Die Versorgung mit Medikamenten ist jedoch mangelhaft. Daher sollte an eine gut ausgestattete Reiseapotheke gedacht werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung inkl. Rückholversicherung wird empfohlen, da selbst in Notfallaufnahme in Krankenhäusern verweigert wird, wenn keine Vorauszahlung erbracht wird.
[1]Erhöhtes Risiko für eine Gelbfieber-Infektion besteht in den Provinzen Zulia, Tachira (NW), in der Nähe von Maturin im Bundesstaat Monagas (N) sowie in den südlichen Landesteilen Parima Region und Gran Sabana Region. Eine Übertragung auf den Menschen durch Stechmücken ist leicht möglich. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber ist zwar nicht vorgeschrieben; bei Aufenthalten außerhalb der größeren Städte und bei Reisen ins Landesinnere wird jedoch allen Reisenden eine Impfung empfohlen.
[2]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion ist jedoch nicht auszuschließen. Cholera kommt gelegentlich in den Bundesstaaten Anzoátegui, Delta Amacuro, Monagas, Nueva Esparta und Sucre vor. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
[3]Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[4]Ein hohes Malariarisiko für die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (>28 %) besteht ganzjährig und punktuell in den Regenwaldgebieten der Staaten Bolívar (besonders Cedeño, Gran Sabana, Sifontes, Raul Leonie und Sucre), Amazonas (bes. Atabapo) und Delta Amacuro (Orinoco-Delta). Die Plasmodium falciparum soll chloroquinresistent sein. Ein mittleres Risiko für die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax ist ganzjährig in den übrigen ländlichen Regionen der Bundesstaaten südlich der Cordillera de Mérida und Sucre. Kein bzw. ein geringes Risiko herrscht in den Küstenregionen von Zulia bis Anzoategui und in den höheren Lagen. Malariafrei sind die Städte und die vorgelagerten Inseln. In den südlichen und östlichen Provinzen wird eine Notfallmedikation empfohlen, ansonsten reicht ein Schutz durch langärmelige Kleidung und Insektenschutzmitteln.
[5]Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Trinkwasser ist normalerweise gechlort und kann u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Während der ersten Urlaubstage wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Wasser außerhalb der Städte ist nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte aus ungekochter Milch, Fleischwaren, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, unbesorgt verzehrt werden.

Bilharziose-Erreger können landesweit (v.a. in den ländlichen Gebieten von maracay, Aradua, Corabobo und Valencia) in manchen Teichen und Flüssen vorkommen. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in den ländlichen Gebieten im Norden vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit, verstärkt im Norden einschließlich der Hauptstadt, vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Vereinzelt tritt in ländlichen Gebieten die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniase kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.
Tollwut kommt landesweit (v.a. in Zulia) vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zur Erlangung eines Arbeitsvisums ist ein "zufriedenstellendes" Gesundheitszeugnis vorzulegen. Hierzu kann auch ein negativer HIV-Test gehören.




 
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