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sun4all Reiseführer: Indonesien


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Gesundheit


GesundheitDie oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuß von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
GesundheitsvorsorgeDie medizinische Versorgung ist außerhalb der größeren Städten ungenügend, Behandlungskosten bei Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten müssen umgehend vor Ort bezahlt werden. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
VogelgrippeIn Indonesien werden seit Sommer 2004 immer wieder neue Fälle der Vogelgrippe gemeldet. Im Zusammenhang mit der Vogelgrippe wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden. Nähere Informationen zum Thema Vogelgrippe gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in Infektionsgebieten einreisen wollen.
[2]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]Malaria stellt in Indonesien ein ernstes Gesundheitsproblem dar. Malariarisiko ganzjährig landesweit mit Ausnahme der großen Städte und Touristenzentren von Java und Bali sowie Jakarta. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent und weitgehend resistent gegen Sulfadoxin/Pyrimethamin sein. Auf Irian Jaya wurde die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax gemeldet, die ebenfalls chloroquinresistent sein soll.
[4]Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte vor Gebrauch ebenfalls gekocht werden. Milchpulver oder Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Auch Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten vermieden werden. Fleisch- und Fischgerichte nur heiß und gut durchgekocht essen. Der Genuß von Schweinefleisch, Mayonnaise und rohen Salaten sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Bilharziose-Erreger kommen in Zentral-Sulawesi vor. Das Schwimmen oder Waten im Süßwasser sollte vorsichtshalber vermieden werden. Gechlorte und gut gepflegte Schwimmbecken sind ungefährlich.
Hepatitis B ist hochendemisch. Schutz empfiehlt sich gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit häufig vor (Übertragungsmonate: Oktober bis März).
HIV/Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen. Gelegentlich wird ein negativer HIV-Antikörpernachweis bei der Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung verlangt.
Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von September bis März vor allem in ländlichen Gebieten.
Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger ist der Hund. Bei Bißwunden sofort ärztliche Hilfe suchen.




 
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