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sun4all Reiseführer: Indonesien


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrGeschäfte sollten durch Vertreter im Land abgewickelt werden und gehen oft langsam voran. Geschäftsbriefe und -broschüren sollten in Englisch abgefasst sein und Preise auch in US-Dollar angegeben werden. Visitenkarten sind allgemein üblich. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.-17.00 Uhr. Einige Büros sind auch Samstag vormittags geöffnet. Behörden: Mo-Do 08.00-14.30 Uhr, Fr 08.00-12.00 Uhr.
KontaktadressenGerman Centre for Industry and Trade Indonesia
c/o L-Bank
Landeskreditbank Baden-Württember - Förderbank
Schlossplatz 10, D-76113 Karlsruhe
Tel: (0721) 150 34 12. Fax: (0721) 150 34 98.
E-Mail: german.centre@l-bank.de
Internet: www.germancentre.co.id
WirtschaftNachdem Indonesien von der asiatischen Währungs- und Wirtschaftskrise am stärksten betroffen war, hat das Land inzwischen die unmittelbaren Folgen überwunden. 2003 lag die Inflationsrate bei 5,1% und verzeichnete 2004 einen leichten Anstieg auf 6,6%. Zwar blieb das Wachstum auch 2004 moderat (4,1% gegenüber 3,7% in 2001), dennoch hat sich die indonesische Wirtschaft in den letzten Jahren gegenüber negativen externen (Weltwirtschaftslage, SARS) und internen (Bombenattentate auf der Ferieninsel Bali und in Jakarta, Vogelgrippe) Einflüssen recht widerstandsfähig gezeigt.
Da die Einnahmen aus Erdöl- und Erdgasverarbeitung langsam abnehmen, ist die Regierung bemüht, die wirtschaftliche Basis zu erweitern. Indonesien hat ein gewaltiges Wirtschaftspotential durch bedeutende Zinn-, Bauxit-, Nickel-, Kupfer- und Goldvorkommen. Es gehört zu den führenden Gummiproduzenten der Welt und ist ein wichtiger Kaffee- und Teelieferant.
Gewisse Wachstumsimpulse gehen von den Bereichen Telekommunikation, Energieerzeugung/Brennstoffe und Bergbau aus. Die verarbeitende Industrie wächst ständig und hat sich durch zunehmenden Export ihrer Produkte zu einer beachtlichen Devisenquelle entwickelt. Die verarbeitende Industrie hat mit 43,6% den höchsten Anteil am Bruttoinlandsprodukt, dicht gefolgt vom Dienstleistungssektor mit kapp 40%. Die Landwirtschaft stagniert hingegen weiter. Haupterzeugnisse der Landwirtschaft, umfassen Reis, Mais, Kokosnüsse, Bananen und Zucker. Die Fischerei ist ebenfalls von Bedeutung und Waldgebiete bedecken etwa zwei Drittel des Landes. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt liegt bei 16,6%.
Die wichtigsten Handelspartner Indonesiens sind Japan, die USA, Singapur, Deutschland und Australien. Positive Impulse versprach zunächst die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit dem Internationalen Währungsfond (IWF), die eine beschleunigte Fortführung der Strukturreformen vorsah. Ende 2003 trat Indonesien jedoch von seinen Vereinbarungen mit dem IWF zurück. Kaum Fortschritte gab es bislang bei der Restrukturierung der meist ungesicherten Auslandsverbindlichkeiten des Privatsektors. Auch die Neuordnung des Bankensektors kommt nur schleppend voran, was dazu führt, dass die internationalen Handelsfinanzierungen für indonesische Unternehmen aufgrund mangelnden Vertrauens des Auslands in das gegenwärtige Bankensystem zum Erliegen kommen. Laut Weltbank lebt mehr als ein Viertel der Bevölkerung Indonesiens in Armut. Als Mitglied von ASEAN nimmt Indonesien an der ASEAN-Freihandelszone (AFTA) teil.




 
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