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sun4all Reiseführer: Vietnam


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Gesundheit


Gesundheit[*] Das vietnamesische Neujahr Têt dauert mehrere Tage. Das Datum wird nach dem Mondkalender berechnet und verschiebt sich daher von Jahr zu Jahr. Öffentliche Einrichtungen sowie die meisten Geschäfte und Restaurants sind während dieser Zeit geschlossen, und die geöffneten Läden erhöhen oft ihre Preise.
GesundheitsvorsorgeIn den größeren Städten gibt es Krankenhäuser und in allen Provinzen Gesundheitszentren, die Einrichtungen sind jedoch begrenzt. Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.
VogelgrippeIn Vietnam werden seit Sommer 2004 immer wieder neue Fälle der Vogelgrippe gemeldet. Im Zusammenhang mit der Vogelgrippe wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden. Nähere Informationen zum Thema Vogelgrippe gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
[1]Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind. In Vietnam selbst besteht kein Risiko einer Gelbfieber-Infektion.
[2]Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch v.a. in den Provinzen Binh Tri Thien, Nghia Binh und Phú Khánh. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
[3]Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig, verstärkt von April bis Oktober, in den zwei südlichsten Provinzen Ca Mau und Bac Lieu sowie in Gebieten des Hinterlandes bis 1500 m Höhe südlich des 18. Breitengrades. Mittleres Risiko herrscht besonders von Mai bis September im Mekong-Delta und den nördlich davon gelegenen Küstenregionen bis Nha Trang sowie nördlich und westlich von Hanoi. Geringes bzw. kein Risiko besteht in den Küstenregionen nördlich von Nha Trang einschl. des Red River-Deltas. Die Städte gelten als malariafrei. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (70 %) soll stark gegen Chloroquin, Sulfadoxin und Pyrimethamin resistent sein.
[4]Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuß von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst abgeschält werden.

Bilharziose
-Erreger kommen v.a. im Mekong-Delta vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt verstärkt von April bis Oktober besonders im Mekong-Delta und Ho Chih Minh-Stadt vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
V. a. in den ländlichen Gebieten tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.
Fleckfieber tritt landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht v.a. von Mai bis Oktober vor allem in ländlichen und suburbanen Gebieten.
Pest-Fälle wurden sporadisch aus den Provinzen Gia-Lai, Cong Tum, Lam Dong und Phú Khán gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.
Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bißwunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Generell keine HIV-bedingten Einreisebeschränkungen. Ausländer die eine Vietnamesin/ einen Vietnamesen heiraten wollen, müssen ein ärztliches Attest vorlegen, daß sie frei von Geschlechtskrankheiten und HIV sind.




 
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