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sun4all Reiseführer: Vietnam


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Wirtschaftsprofil


GeschäftsverkehrAnzüge werden nur bei sehr formellen Anlässen erwartet. In Geschäftskreisen wird wenig Englisch gesprochen, gute Französischkenntnisse sind nützlicher. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-12.30 und 13.00-16.30 Uhr, Sa 08.00-12.30 Uhr.
KontaktadressenHandelsabteilung der Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam, Storkower Straße 108-109, D-10407 Berlin. Tel: (030) 229 81 98. Fax: (030) 229 18 12. (E-Mail: doan.tvberlin@t-online.de)
Handelsabteilung der Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam, Felix-Mottl-Straße 20, A-1190 Wien. Tel: (01) 36 80 75 60. Fax: (030) 368 07 54.
Vietcochamber (Industrie- und Handelskammer), 9 Daoduyanh Street, Hanoi. Tel: (04) 574 20 22. Fax: (04) 574 20 20. (E-Mail: vcci@mail.vn)
WirtschaftDer Wandel der vietnamesischen Wirtschaft von einer Planwirtschaft zu einer marktorientierten Wirtschaft läßt sich unter anderem an der Abschaffung von Preiskontrollen, Dezentralisierung von wirtschaftlichen Entscheidungen und einem liberalisierten Außenhandel nachweisen. Weiter unterstützt wird der Wandlungsprozeß durch die Garantie von Eigentum und Produktionskapital sowie die Einführung neuer Wirtschaftsgesetze. Die Privatisierung der Landwirtschaft, dem nach wie vor gesellschafts- und beschäftigungspolitisch wichtigsten Sektor, konnte große Erfolge verzeichnen; im Gegensatz zu seiner früheren Stellung als Reisimporteur ist Vietnam heute der weltweit zweitgrößte Reisexporteur. Die Privatisierung in der Industrie hingegen schreitet nur zögernd voran. Die Neugründung von Privatbetrieben ist insbesondere im Handel und Kleingewerbe zu beobachten. Hemmende Faktoren sind zumeist Kapitalmangel, eine unterentwickelte Infrastruktur und die noch immer unzureichenden rechtlichen Rahmenbedingungen. Vietnam profitierte bis Ende Dezember 1999 von einem hohen Volumen ausländischer Direktinvestitionen, die sich vor allem auf die Bereiche Industrieanlagen, Tourismus, Transportsektor, Telekommunikation, Postwesen und Erdöl konzentrieren. Danach jedoch verzeichnete die Zahl ausländischer Investitionsprojekte einen dramatischen Rückgang, dennoch konnte ein positives Bruttosozialwachstum erzielt werden. Das wichtigste Exportgut des Landes ist Reis, gefolgt von Rohöl und Kohle, Meeresfrüchten, handwerklichen und leichtindustriellen Erzeugnissen, Kaffee und Tee, Pfeffer und Kautschuk. Importiert werden Kraftstoffe und andere Erdölprodukte, Düngemittel und Schädlingsbekämpfungsmittel, Baumwollstoffe und -garne, Stahl, Zucker, Maschinen und Anlagen, Fahrzeuge sowie pharmazeutische Produkte. Japan ist mittlerweile bedeutendster Exportpartner Vietnams; weitere wichtige Handelspartner sind Singapur und Deutschland. Nach Aufhebung des US-Embargos 1994 konnte Vietnam Finanzhilfen der Weltbank und - nach der Regulierung vietnamesischer Schulden - des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen und internationale Handelsbeziehungen aufnehmen. Vietnam ist Mitglied der Asiatischen Entwicklungsbank sowie Unterzeichner des ASEAN-Freihandelsabkommens.




 
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